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Wormser Dom
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Der Dom St. Peter zu Worms,cite-ref-1[1] kurz Wormser Dom, in der rheinland-pfĂ€lzischen Stadt Worms am Oberrhein ist der kleinste und schlankste der drei rheinischen Kaiserdome. Er wurde im Wesentlichen von 1130 bis 1181 erbaut, also insgesamt nach dem Speyerer Dom (1025–1106). Der Mainzer Dom wurde 50 Jahre frĂŒher begonnen (1081 – TreppentĂŒrme allerdings Ă€lter), aber erst fast 70 Jahre spĂ€ter vollendet (1239). Das Bistum Worms wurde von 1801 bis 1827 schrittweise aufgelöst. Daher ist der Wormser Dom keine Bischofskirche mehr, erhielt aber 1862 den Rang einer Propsteikirche und 1925 den Titel einer Basilica minor.

Contents

‱ Geschichte
‱ Reformation
‱ Außenbau
‱ Innenraum
‱ Glasfenster
‱ Hochaltar
‱ Orgeln
‱ Glocken
‱ Philatelie
‱ Aktuelles
‱ Haus am Dom
‱ Siehe auch
‱ Film
‱ Weblinks

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Bedeutung des Wormser Doms

Der Dom ist das bedeutendste romanische Bauwerk in Worms und eng mit Bischof Burchard II. und der BlĂŒtezeit der Stadtgeschichte wĂ€hrend des 12. und 13. Jahrhunderts verbunden.

Große Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Dom standen, waren unter anderem die Papstnominierung Leos IX. im Jahr 1048, das Wormser Konkordat im Jahr 1122, mit dem der Investiturstreit beendet wurde, und die Hochzeit Kaiser Friedrichs II. 1235 mit Isabella von England.

Bis zur SĂ€kularisation von Hochstift und Bistum Worms (1801/02) war der Dom St. Peter die Kathedrale des Bischofs von Worms. Seit 1802 ist der Wormser Dom eine katholische Pfarrkirche, die in Erinnerung an ihre frĂŒhere Bedeutung als Bischofskirche im Jahr 1862 von Papst Pius IX. zur Propsteikirche und 1925 durch Papst Pius XI. zur Basilica minor erhoben wurde. Dieser pĂ€pstliche Ehrentitel, der Ehrenrechte fĂŒr den Propst und das Gotteshaus einschließt, soll die Bedeutung einer Kirche fĂŒr das Umland hervorheben.

Der Dom wurde, abgesehen von den Turmobergeschossen, 1130 bis 1181 erbaut, wobei parallel zum Neubau eine frĂŒhromanischen Basilika aus dem ersten Viertel des 11. Jahrhunderts abgerissen wurde. Seine Bauzeit fĂ€llt also zusammen mit dem Gothique primitif, der ersten Phase der Gotik in Frankreich. Deren wichtigste statische Neuerung, die spitzbogigen Rippengewölbe, wurde zeitgleich auch in Querhaus und Mittelschiff des Wormser Doms verwendet. Bei Arkaden, Seitenschiffsgewölben, Portalen und Fenstern blieb man in Worms hingegen in dieser Zeit strikt bei romanischen Rundbögen und Kreuzgratgewölben. Der polygonale Grundriss des Westchors wurde zum Vorbild fĂŒr die Gotik, in der bis dahin Chöre und Kapellen mit runden SchlĂŒssen ĂŒblich waren (siehe unten). Nach neuesten Forschungen begann der Bau möglicherweise schon 1105 mit Sanktuarium und Querschiff, aber zunĂ€chst ohne Gewölbe mit einem provisorischen Dachcite-ref-2[2]

Die Hauptsynagoge in Straßburg war in ihrer Gestaltung dem Wormser Dom nachempfunden. Sie wurde von Ludwig Levy entworfen, von 1896 bis 1898 errichtet, doch bereits 1940–1941 zerstört.

Der Wormser Dom war von 1984 bis 1993 als Kandidat fĂŒr die Erhebung zum Weltkulturerbe auf der (west-)deutschen Tentativliste der UNESCO platziert.

Geografische Lage

Der Wormser Dom steht auf dem höchsten HĂŒgel der Stadt, etwa 10 m ĂŒber dem Normalwasserspiegel des Rheins, auf dem höchsten Punkt der Innenstadt.

Geschichte

Vorgeschichte des Doms

Bei der GrĂŒndung der Stadt Borbetomagus in römischer Zeit (eine keltische VorgĂ€ngersiedlung im Innenstadtbereich von Worms kann bisher nicht nachgewiesen werden)cite-ref-3[3] – wurde diese herausragende Lage mit öffentlichen Bauten besetzt. 1906/07 kamen bei Renovierungsarbeiten am Dom im Fundamentbereich römische Fundamente und Befunde zutage. Es dauerte bis 1938, bevor Gustav Behrens – der an den Grabungen selbst nicht teilgenommen hatte – diese publizierte.cite-ref-4[4] Er deutete das Vorgefundene als das Forum von Borbetomagus, eine dreischiffige Basilika mit westlich angrenzendem Peristyl (ein von einem ĂŒberdachten Gang umgebener Hof).cite-ref-5[5] Heute wird diese Interpretation skeptisch beurteilt.cite-ref-6[6] Die freigelegten Fundamente ließen sich auch zu einem Tempel mit Cella ergĂ€nzen. Bei der Grabung 1906/07 und den Restaurierungsarbeiten am Dom wurden zahlreiche Fragmente von Weihesteinen und AltĂ€ren gefunden. Um diesen Befund erklĂ€ren zu können, wurde ein Tempelbezirk unmittelbarer nördlich des Forums angenommen, ohne dass je Fundamente davon ergraben wurden. Dieser Bereich nördlich des Doms wurde im FrĂŒh- und Hochmittelalter vielleicht durch die Königspfalz und dann den Bischofshof ĂŒberbaut.cite-ref-7[7]

Erster Kirchenbau unter Brunichildis

Nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern drĂ€ngten die Franken in die Rheinebene und ĂŒbernahmen die Macht im Wormser Raum. Gleichzeitig breitete sich das Christentum aus. Als das Frankenreich der Merowinger in drei Teile zerfiel, gehörte Worms zu Austrasien. Nachdem die Herrscher von Austrasien und Neustrien Schwestern geheiratet hatten, brach ein Familienkrieg aus, dem die beiden Könige und eine der beiden Schwestern zum Opfer fielen. Die ĂŒberlebende austrasische Königswitwe Brunichildis residierte um 600 in Worms. In Brunichild wird das Vorbild der BrĂŒnhild im Nibelungenlied gesehen. Sie und ihr Nachfolger Dagobert I. ließen nach mittelalterlichen Quellen eine Kirche auf den Grundmauern des römischen Forums errichten. Diese Kirche gilt als der VorlĂ€ufer des Doms. ArchĂ€ologische Belege fĂŒr diese Überlieferung gibt es nicht. Die Anfang des 20. Jahrhunderts durchgefĂŒhrten Grabungen unter dem Dom suggerieren vielmehr einen grĂ¶ĂŸeren, den Dimensionen nach wohl karolingischen VorgĂ€ngerbau. Ob dieser jedoch eine Erweiterung einer merowingischen Anlage war, ist aufgrund der geringen Befundlage nicht mehr zu klĂ€ren. Tatsache ist, dass Karl der Große die Königspfalz zu Worms regelmĂ€ĂŸig besuchte. Daneben bestand die Bischofsresidenz.

Dombau unter Bischof Burchard von Worms

Berthulf war 614 der erste ĂŒberlieferte Wormser Bischof. Grundlegend neu gebaut in den heutigen GrĂ¶ĂŸenmaßen wurde der Dom unter Bischof Burchard von Worms ab dem Beginn des 11. Jahrhunderts, denn Burchard I. wurde im Jahr 1000 Bischof von Worms und begann unverzĂŒglich mit der kirchlichen Neuordnung der Stadt. Ihm gelang es, die Salier zur Aufgabe ihrer Burg zu bewegen, an deren Stelle ab 1002/1003 das Paulusstift errichtet wurde. Die alte Hauptkirche ließ er ebenfalls niederlegen und den Dom beginnen, der wohl noch heute die Konturen der Planung des 11. Jahrhunderts trĂ€gt: Eine kreuzförmige Basilika mit zwei halbrunden Chören, die in SĂŒdost-Nordwest-Richtung errichtet wurde. Bereits im Jahr 1018 konnte der Dom in Anwesenheit des Kaisers geweiht werden, doch stĂŒrzte der westliche Baukörper bereits zwei Jahre spĂ€ter ein und musste erneuert werden. Der Kirchenraum hatte eine flache Holzdecke. Nach Burchards Lebensbeschreibung aus der Zeit um 1030/1040 war der Wormser Dom prunkvoll ausgestattet. So ist von SĂ€ulen mit vergoldeten Kapitellen die Rede, die jedoch kaum die HauptstĂŒtzen der Kirche gewesen sein können. Vielmehr war der Burchard-Dom aller Wahrscheinlichkeit nach eine Pfeilerbasilika, denn nirgends wurden Reste von (ohnehin im 11. Jahrhundert schwerer zu beschaffenden) SĂ€ulen gefunden.

Erhalten blieben bei den folgenden Umbauten lediglich die Untergeschosse der WesttĂŒrme sowie die nördlich des Chores liegende Schatzkammer, die vermutlich vom Ende des 11. Jahrhunderts stammt.

Im Jahr 1110 wurde der Dom zum zweiten Mal geweiht. Möglicherweise waren grĂ¶ĂŸere SchĂ€den aufgetreten. Deren Beseitigung wurde mit einer erneuten Weihe abgeschlossen.

Dombau unter Bischof Burchard II. von Worms

Der Neubau im 12. Jahrhundert entspricht im Wesentlichen dem heutigen Dom. Um 1130 begann Bischof Burchard II. – vermutlich wegen schwerer BauschĂ€den – den unter seinem VorgĂ€nger Burchard I. gebauten Dom abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. So entstand unter ihm bis ca. 1144 der gesamte Ostbau mit FlankentĂŒrmen und achteckigem Vierungsturm, wie wir ihn heute kennen. Langhaus und Westbau wurden zwischen 1160 und 1181 unter seinen Nachfolgern Konrad I. und Konrad II. errichtet; letzterer weihte ihn am 2. Mai 1181.cite-ref-8[8]

Der Dom zeigt ganz ĂŒberwiegend spĂ€tromanischen Baustil und ist vollkommen gewölbt. Chorpartien, Querhaus und TĂŒrme sind reich verziert, die Seiten des Langhauses hingegen auffĂ€llig schmucklos. Viele Sakralbauten der Umgebung erhielten nach seinem Vorbild Ă€hnliche Zierformen, so dass man von einer Wormser Bauschule sprach. Außerdem ist der jochweise leicht variierte Aufriss des Langhauses von dem der Kaiserdome in Speyer und Mainz abgeleitet. Der allmĂ€hliche Fortschritt des Neubaus ist durch dendrochronologische Untersuchung im Mauerwerk verbliebener GerĂŒsthölzer zu verfolgen.cite-ref-9[9] 1172 wurden Lampen fĂŒr den Westchor gestiftet und 1192 Bischof Konrad II. dort bestattet.

Das Ostwerk des Wormser Dom ist das erste Bauwerk, an dem die Steinmetzen durchgĂ€ngig Steinmetzzeichen verwendeten.cite-ref-10[10] Rudolf Kautzsch dokumentiert am gesamten GebĂ€ude 234 unterschiedliche Steinmetzzeichen.cite-ref-11[11] GĂŒnther Binding schrĂ€nkt jedoch ein, dass einige davon derart Ă€hnlich sind, dass es sich um bloße Varianten des gleichen Steinmetzzeichens handeln kann.cite-ref-12[12]

Zeitgleich mit dem Westchor entstand auf der SĂŒdseite des Domes auch die um 1812 abgerissene Johanneskirche, die als stĂ€dtische Pfarrkirche diente.

Erst nach der Weihe des Westchors wurden den vier TĂŒrmen, die vor allem als TreppentĂŒrme dienten, Freigeschosse aufgesetzt. Nur der sĂŒdwestliche wurde in ganzer Höhe in romanischen Formen vollendet. Seine Außenhaut besteht im Unterschied zur ĂŒbrigen Kathedrale abgesehen von den Lisenen nicht aus Sandstein, sondern aus Tuffstein, der mit einem rötlichen Anstrich geschlĂ€mmt ist. Am Nordostturm leiten das oberste Vollgeschoss und die Lukarnen des Kegeldachs mit ihren Spitzbögen zur Gotik ĂŒber, am SĂŒdwestturm beide Freigeschosse und die Lukarnen.

Erweiterungsbauten unter Johannes von Dalberg

Etwa hundert Jahre nach der dritten Weihe wurde mit dem Neubau der Nikolauskapelle begonnen. Ein neues SĂŒdportal wurde eingebaut, östlich davon im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts zwei weitere Kapellen, die St.-Annen- und die St.-Georgs-Kapelle. Durch ein Erdbeben stĂŒrzte 1429 der Nordwestturm ein. Er wurde vom ersten umlaufenden Sims an bis 1472 wieder aufgebaut, im Detail zwar spĂ€tgotisch, in seinen Formen aber streng rekonstruierend, ein Ă€ußerst frĂŒher Fall von denkmalpflegerischer ErgĂ€nzung. In drei Geschossen besteht seither die Außenhaut seines Mauerwerks aus Backstein, dessen Farbe gut mit dem Buntsandstein der ĂŒbrigen Teile des Bauwerks harmoniert. An den östlichen Teil des nördlichen Seitenschiffes wurde 1480/85 die Ägidienkapelle (heute: Marienkapelle) angebaut.

Gegen Ende des Jahrhunderts wurde unter Bischof Johannes von Dalberg der ursprĂŒnglich romanische Kreuzgang (westlich der Nikolauskapelle) erneuert, aus dem die heute im nördlichen Seitenschiff des Domes aufgestellten monumentalen fĂŒnf spĂ€tgotischen Reliefs zum Leben Jesu stammen: Wurzel Jesse (1488),cite-ref-13[13] VerkĂŒndigung (1487), Geburt Christi (1515), Grablegung (um 1490) und Auferstehung (um 1490). Ein ursprĂŒnglich vorhandenes sechstes Relief, das die Kreuzigungsszene zeigte, wurde wohl Opfer der Zerstörungen von 1689. Im Stadtmuseum Worms befinden sich vier große (88 cm Durchmesser), runde Wappen-Gewölbeschlusssteine, die aus dem Kreuzgang stammen und von Bischof Ruprecht II. von Regensburg sowie von den Domherren Philipp von Flersheim, Erpho von Gemmingen und Wilhelm von Stockheim gestiftet wurden. Ein weiterer Kreuzgang-Schlussstein des Kölner Erzbischofs und frĂŒheren Wormser Domscholasters Hermann von Hessen ist heute ĂŒber dem Eingang der Abteikirche von Stift Neuburg in Heidelberg eingemauert.cite-ref-14[14] Der Grundstein des Kreuzgangs aus dem Jahr 1484, der als verschollen galt, wurde Ende Februar 2014 beim AufrĂ€umen im Domlapidarium wieder aufgefunden.cite-ref-15[15]

Reformation

Die Bedeutung des Bistums und des Doms zu Worms nahm zur Zeit des Reichstags von Worms im Jahr 1521 stĂ€ndig ab. Kurz nach dem Reichstag traten einige Wormser Kirchengemeinden zu der Lehre Martin Luthers ĂŒber. Im Jahr 1556 folgten alle Pfarreien auf kurpfĂ€lzischem Boden.

DreißigjĂ€hriger Krieg

WĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Kriegs hielten schwedische Truppen die Stadt von 1632 bis 1635 besetzt, und im Dom hielt ein protestantischer Prediger Gottesdienste ab.

PfÀlzischer Erbfolgekrieg

Im PfĂ€lzischen Erbfolgekrieg verwĂŒsteten auf Befehl des französischen Königs Ludwig XIV. dessen Truppen Heidelberg, Mannheim, Speyer und Worms. SĂ€mtliche Kirchen wurden geplĂŒndert und gebrandschatzt. Der Dom brannte völlig aus, die Gewölbe stĂŒrzten großteils ein. Bischof Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg ließ den Dom ab 1698 wiederherstellen. Dadurch kamen einige barocke Elemente hinzu wie die vergrĂ¶ĂŸerten Fenster der Silberkammer oder der Hochaltar von Balthasar Neumann.cite-ref-arens-1964-16-0[16]

Französische Revolution

Der Wiederaufbau des Doms wurde von den Truppen der französischen Revolution zunichtegemacht. Ende des Jahres 1792 wurden Speyer, Worms, Mainz und Frankfurt von den Revolutionstruppen erobert. Der Dom diente nunmehr als Pferdestall und Lagerhalle. Zwischen 1818 und 1830 wurde der Kreuzgang abgerissen, seine Steine wurden versteigert.

Renovierungen ab Mitte des 19. Jahrhunderts

Im Laufe des 19. Jahrhunderts zeigten sich zunehmend SchĂ€den an dem Bauwerk, die sogar die Standsicherheit einiger Bauteile in Frage stellten. Ignaz Opfermann (1799–1866), zunĂ€chst Provinzialbaumeister fĂŒr Rheinhessen, spĂ€ter Kreisbaumeister des Kreises Mainz, nahm ab 1859 eine erste Sicherung vor. Er ersetzte die barocke Welsche Haube ĂŒber der östlichen Vierungskuppel in Analogie zur westlichen Vierungskuppel durch ein polygonales Dach. Den Westchor versah er außen mit eisernen Zugankern. Das Ergebnis befriedigte weder Ă€sthetisch noch technisch: Das Eisen rostete, die Gewölbe rissen und die Rosette verformte sich zu einem Oval.cite-ref-werner-285-17-0[17]

Ab 1886 wurde – jahrelang – ĂŒber die Beseitigung der SchĂ€den diskutiert, 1892 die Fundamente grĂŒndlich untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Fundamente des Doms im Osten fast auf der festen Kiesschicht der Rheinschotter standen, wĂ€hrend sie nach Westen in eine stetig zunehmende Lössschicht, die sich bei Feuchtigkeit verschieben konnte, gebettet waren. Karl Hofmann, damals Stadt- und Dombaumeister in Worms, schlug deshalb vor, den Westchor einschließlich der Kuppel zwischen beiden WesttĂŒrmen komplett abzutragen, neue Fundamente zu legen und das GebĂ€ude darauf neu zu errichten. Das missfiel aber dem Kunstrat, einem die Maßnahme begleitenden Expertengremium. Es dauerte deshalb bis 1901, bis sich Karl Hofmann mit der von ihm vorgeschlagenen „Radikalkur“ durchsetzen konnte: Der Westchor und das westlichste Langhausjoch wurden abgetragen und ein Beton-Fundament neu bis auf den Kies hinabreichend erstellt, die mittelalterlichen Fundamente damit ummantelt und der Beton mit Eisen armiert. Bei der Sanierung wurde im Innern der Wand des Westchors in drei unterschiedlichen Höhen umlaufende KanĂ€le entdeckt, die ursprĂŒnglich hölzerne Ringanker enthalten hatten, die sich aber inzwischen völlig zersetzt hatten. Sie wurden beim Wiederaufbau durch Eisenbeton ersetzt.cite-ref-werner-285-17-1[17] Das westliche Langhausjoch wurde in Bimsbeton neu aufgefĂŒhrt.cite-ref-18[18] Ebenfalls durch Eisenbeton ersetzt wurden Gewölbe und Dachaufbau der östlichen Vierungskuppel.cite-ref-werner-285-17-2[17]

Beim Wiederaufbau wurde großer Wert darauf gelegt, möglichst viele originale Steine wiederzuverwenden. Bei der Ă€ußeren Mauerschale war dies in so großem Umfang möglich, dass auch heute noch bis auf einen kleinen Teil die alten Steine an ihren ursprĂŒnglichen Stellen sitzen. Auf der Innenseite mussten dagegen großflĂ€chig Steine ausgewechselt und originalgetreu rekonstruiert werden. Der kĂŒhne gekröpfte Dienstverlauf um das zentrale Rosettenfenster herum wurde nicht erneuert, da er als statisch bedenklich eingeschĂ€tzt wurde. Heute verlaufen die Dienste auch hier senkrecht und beschneiden die Fensterrose deutlich.

Die umfangreichen Renovierungen umfassten auch den Neubau der Nikolauskapelle, die Sanierung des gesamten Fußbodens, den Ersatz der Gewölbe in Ostchor und Teilen des Querhauses durch Beton und die Einrichtung einer völlig neuen Krypta fĂŒr die SaliergrĂ€ber unter dem Hochchor. Erst 1935 waren all diese Arbeiten abgeschlossen.

Zweiter Weltkrieg, 1945

Bei den verheerenden Bombenangriffen am 21. Februar und 18. MĂ€rz 1945 wurde der Dom erheblich beschĂ€digt. Zwar brannten die DĂ€cher ab, die (nach 1698 erneuerten) Gewölbe blieben jedoch intakt. Die Ausstattung wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen.cite-ref-w-ner-21-2-2018-19-0[19] Beim Wiederaufbau des Dachstuhls wurde Stahlmaterial der 1945 gesprengten RheinbrĂŒcke Gernsheim wiederverwendet.

Architektur

Außenbau

Der Wormser Dom ist eine doppelchörige Pfeilerbasilika im gebundenen System mit einem Querschiff. Ein Zentralturm befindet sich auf der Vierung, ein weiterer auf dem westlichen Chor. Beide Choranlagen sind flankiert von je zwei runden ChorflankentĂŒrmen. Drei dieser TĂŒrme sind abgesehen von den erst im 13. Jahrhundert aufgesetzten obersten Geschossen romanisch, der Nordwestturm stĂŒrzte 1421 ein und wurde danach zwar in romanischen Proportionen, jedoch mit gotischen Fenstern und Zierformen wiederaufgebaut.

Der Ostchor schließt in der Fassade rechteckig, innen aber rund. Der westliche Chor hat einen polygonalen 5/8 Schluss, bildet fĂŒnf Seiten eines Achtecks. Obwohl romanisch gestaltet in einer Zeit, da in Frankreich schon gotisch gebaut wurde, bildet der Wormser Dom mit diesem Polygonalschluss einen Beitrag zur Gotik. Die ersten gotischen Bauten in Frankreich hatten runde AbschlĂŒsse von ChorrĂ€umen und Kapellen, ein Überbleibsel der Romanik. Polygonale Raumgrenzen waren fĂŒr die gotische Vorliebe, WĂ€nde in Kraftlinien zu zerlegen, wesentlich besser geeignet. So setzten sich in der Gotik polygonale RaumabschlĂŒsse dann auch durch.

Licht erhĂ€lt der Westchor durch mehrere Rosettenfenster. Die kleineren sind in einer Weise gegliedert, die sich schon in romanischen Bauten vor Mitte des 12. Jahrhunderts findet, das Maßwerk der großen ist deutlich gröber als das der gut 30 Jahre jĂŒngeren Westrosen der Kathedrale Notre-Dame de Paris und des Bremer Doms.

Innenraum

Die Westapsis ist mit einer ungegliederten aber schon leicht gespitzten Halbkuppel gedeckt. Das anschließende Chorquadrum erhielt um 1140 ein leicht gespitztes Kreuzrippengewölbe mit Bandrippen von grobem rechteckigem Querschnitt. Ähnliche Rippen, aber rundbogig verlaufend, haben die Querhausarme des Speyerer Doms; dort sind sie aber jĂŒnger, weil das Querhaus nach einem Brand von 1159 neu eingewölbt werden musste.

Das Langhaus ist verschieden eingewölbt. Die Seitenschiffe haben rundbogige Kreuzgratgewölbe. Das Mittelschiff ist mit spitzbogigen Kreuzrippengewölben gedeckt, deren Bandrippen aber in drei aneinander liegende Rundformen aufgelöst sind, wie man es in Nordfrankreich sowohl in spÀten romanischen als auch in gotischen Bauten findet. Das Polygon des Westchors hat zwar Rippen mit einem Querschnitt aus mehreren Rundungen, aber sein Höhenrelief nutzt sie nicht als TrÀger einer Schirmkuppel, sondern ist eine an den Ecken des Polygons gebrochene Halbkuppel.

Die Arkaden zwischen Mittelschiff und Seitenschiffen sind wie die Fenster noch konsequent rundbogig, ebenso das Blendtriforium, das hier im Unterschied zum Mainzer Dom vollstÀndig als Wandrelief gestaltet ist.

Glasfenster

Von den mittelalterlichen Glasfenstern ist durch die Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes vom 21. September 1921 keines mehr erhalten geblieben.cite-ref-20[20]

Die zeitgenössische Verglasung des Domes ist recht vielfĂ€ltig. Bis heute weisen einzelne Fenster noch eine Notverglasung (klare oder Milchglas-Scheiben) auf. Besonders in den Kapellen wurden im Laufe der Jahre jedoch anspruchsvolle moderne Bildfenster geschaffen: Die farbigen Glasfenster von Heinz Hindorf in der Nikolauskapelle und jene der Marienkapelle, die das Marienleben und die 14 Nothelfer zum Thema haben (1986–1988). Das Geschichtsfenster (1992) in der Georgskapelle schildert in zwanzig Szenen die Wormser Bistumsgeschichte vom ersten angenommenen Bischof Victor 345 bis zur Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Ungewöhnliche politische Stellungnahmen finden sich mit der Darstellung des Kernkraftwerks Biblis als „Turmbau zu Bablis“ in einer Reihe von Beispielen menschlicher SĂŒndhaftigkeitcite-ref-21[21] und einen SA-Mann mit Hakenkreuzbinde, der einen Juden abschiebt.cite-ref-22[22]

Der Dom als Grablege

Sarkophage in der Gruft

Vier SaliergrĂ€ber waren im Altarraum schon in frĂ€nkischer Zeit vorhanden und wurden ĂŒberbaut; fĂŒnf weitere folgten bis zum Jahr 1046.cite-ref-23[23] Es sind GrĂ€ber der Vorfahren und Angehörige von Kaiser Konrad II.:

1. Konrad der Rote, Herzog von Lothringen (Urgroßvater) † 955, (gefallen in der Schlacht auf dem Lechfeld)
2. Judith, Herzogin von KĂ€rnten (Großmutter) † 991,
3. Heinrich, Graf im Wormsgau (Vater) † 990/991,
4. Judith (Schwester) † 998,
5. Konrad I., Herzog von KĂ€rnten (Onkel) † 1011,
6. dessen Gemahlin Mathilde † 1031/32,
7. Mathilde von Franken; † 1034 (1046 nach Worms ĂŒberfĂŒhrt),
8. Konrad II., Herzog von KĂ€rnten (Cousin, Sohn von Konrad I.) † 1039,
9. Bischof Azecho, Nachfolger Bischof Burchards; † 1044.

Die Sarkophage stehen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts in einer eigens dafĂŒr geschaffenen, zugĂ€nglichen Gruft.

Weil das Fußbodenniveau des Querhauses und des Ostchores ĂŒber sechs Meter aus dem Erdreich herausragt, muss man annehmen, dass eine Krypta vorhanden war.

Siehe auch: Stammlisten der Sieghardinger und Salier

Epitaphien

Im Dom befindet sich eine Vielzahl von GrabdenkmÀlern, Epitaphien und Grabplatten. Sie stammen u. a. von:

‱ Reinbold Beyer von Boppard († 1364), Domkustos in Worms, Bruder des Bischofs Dietrich Bayer von Boppard († 1384)
‱ Dietrich von Bettendorf (1518–1580), Domdekan und Bischof von Worms
‱ Wilhelm von Efferen (1563–1616), Bischof von Worms
‱ Eberhard von Heppenheim genannt vom Saal († 1559), Domherr, Neffe des Speyerer Domdekans Johannes von Heppenheim genannt vom Saal († 1555)
‱ Franz Rudolph von Hettersdorf (1675–1729), Domkapitular und Stifter des Nikolausaltares
‱ Johann Adam von Hoheneck († 1731), Domdekan in Worms
‱ Johann Franz Jakob Anton von Hoheneck (1686–1758), Domkapitular in Worms, Domdekan in Mainz
‱ Landolf von Hoheneck († 1247), Bischof von Worms, spĂ€teres Epitaph von 1756
‱ Franz Carl Friedrich von Hohenfeld (1696–1757), Domdekan
‱ Christoph Joest von Ketteler (1661–1735), Domkapitular
‱ Philipp von Rodenstein (1564–1604), Bischof von Worms
‱ Georg von Schönenberg (1530–1595), Bischof von Worms, stiftete fĂŒr seine GrabstĂ€tte den Georgsaltar

(im Außenbereich beim ehemaligen Kreuzgang)

‱ Burchard II., auch Bucco oder Buggo († 1149), Bischof von Worms und Erbauer des Dom-Ostwerks

Nikolauskapelle

Im Zuge des dritten Dombaues wurde an sein sĂŒdliches Seitenschiff eine romanische Kapelle zu Ehren des Hl. Nikolaus von Myra angefĂŒgt und 1058 geweiht. Sie hatte eine Abmessung von etwa 3,00 × 4,00 m und eine leicht eingezogene, halbrunde Apsis.cite-ref-24[24] Die Weiheinschrift der Kapelle und das Tympanon des ehemaligen Zuganges vom Dom aus, mit einer der Ă€ltesten bekannten Darstellungen des Hl. Nikolaus, sind erhalten.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Offenbar diente sie als Aufbewahrungs- und Verehrungsort einer Reliquie des Heiligen, die der Dom – laut Überlieferung – von Kaiserin Theophanu aus Byzanz anlĂ€sslich ihrer Hochzeit mit Kaiser Otto II. im Jahre 972 erhielt. Der Jesuit und Bollandist Daniel Papebroch (1628–1714) hat die ursprĂŒngliche Wormser Nikolausreliquie 1660 noch selbst gesehen. Er beschreibt sie als Fingerknochen des Heiligen, die zu seiner Zeit in der Domsakristei aufbewahrt wurde, frĂŒher jedoch in ihrer eigenen Kapelle verwahrt worden sei. Außerdem bezeugt er, dass die Wormser Reliquie stets etwas Öl absonderte, wie dies beim Leib des Hl. Nikolaus in Bari noch heute geschieht.cite-ref-27[27] Papebroch belegt auch ein damals hier noch vorhandenes, kostbares Weihegeschenk der Königin Konstanze von Sizilien († 1198) an den Hl. Nikolaus.cite-ref-28[28] Die alte Nikolausreliquie des Wormser Domes ist bei den Zerstörungen im PfĂ€lzischen Erbfolgekrieg verloren gegangen. Zu Ende des 20. Jahrhunderts konnte eine neue beschafft werden, die sich, in einem modernen Reliquiar, wieder in der Nikolauskapelle befindet.

An Stelle der ersten, romanischen Nikolauskapelle wurde zwischen 1280 und 1315 in gotischem Stil die heutige, grĂ¶ĂŸere und zweischiffige Nikolauskapelle errichtet. Sie liegt unmittelbar westlich des SĂŒdportals des Doms und ist baulich und stilistisch mit dem SĂŒdportal verzahnt. Die Kapelle lag ursprĂŒnglich an der nordöstlichen Ecke des unmittelbar westlich anschließenden Kreuzgangs und bildete hier zur HĂ€lfte von dessen LĂ€nge die RĂŒckwand. Der Kreuzgang wurde 1830 abgetragen.

Im 17. und 18. Jahrhundert diente die Nikolauskapelle dem Jesuitenkolleg Worms als Kirche.cite-ref-29[29]

Als die große Restaurierung des Dom-Westchores im FrĂŒhjahr 1914 abgeschlossen war, begannen sofort die Arbeiten, um die statisch gefĂ€hrdete Nikolauskapelle wiederherzustellen. Mehrfach unterbrochen vom Ersten Weltkrieg und den anschließenden Wirtschaftskrisen zogen sich die auch technisch sehr anspruchsvollen Arbeiten bis 1930 hin. Die Kapelle wurde dazu vollstĂ€ndig abgetragen, anschließend der Untergrund einer archĂ€ologischen Ausgrabung unterzogen.cite-ref-30[30] Hier wurden KellerrĂ€ume geschaffen, die die Heizung fĂŒr den gesamten Dom aufnahmen. Die Ostseite der Kapelle mit dem kleinen Chor wurde anschließend mit wenigen, kleineren Änderungen unter Austausch und ErgĂ€nzung beschĂ€digter und fehlende Teile aufgebaut wie zuvor. Die SĂŒdwand wurde umgestaltet. Das heute dort gelegene Eingangsportal wurde eingebaut, sein Tympanon stammt aber von dem ursprĂŒnglichen Portal, das die Kapelle frĂŒher mit dem Kreuzgang verband. Fenster wurden ergĂ€nzt. Völlig neu gestaltet ist der westliche Abschnitt der Kapelle. Sie wurde hier um ein halbes Joch nach Westen verlĂ€ngert, der Abzugsschacht fĂŒr die Heizung eingebaut und eine Treppe, die in das Dachgeschoss fĂŒhrt.cite-ref-31[31] Hier ist das Domarchiv St. Peter Wormscite-ref-32[32] untergebracht. Hauptverantwortlicher fĂŒr die Sanierung der Nikolauskapelle war Philipp Brand.cite-ref-33[33] An der Ostfassade der Nikolauskapelle befindet sich die Skulptur eines Dackels. WĂ€hrend der umfassenden Sanierung des Bauteils in den 1920er und 1930er Jahren ersetzte sie eine verlorengegangene mittelalterliche Figur. Modell soll der Dackel von Philipp Brand gestanden haben.cite-ref-34[34]

Die Ausstattung der Nikolauskapelle besteht heute aus StĂŒcken, die sĂ€mtlich nicht ursprĂŒnglich fĂŒr diesen Raum bestimmt waren: Der gotische Schnitzaltar stammt aus SĂŒddeutschland und wurde erst vor einigen Jahrzehnten angekauft. Der spĂ€tgotische Taufstein befand sich ursprĂŒnglich in der Johanneskirche, die im 19. Jahrhundert abgetragen wurde. Er wird von Löwen getragen und zeigt im steinernen Astwerk Johannes den TĂ€ufer und Propheten.cite-ref-35[35] Der gotische Dreijungfrauen­stein mit seiner beinahe lebensgroßen Darstellung stammt aus dem nahe westlich des Doms gelegenen, ebenfalls abgebrochenen Bergkloster. Diese gekrönten Jungfrauen, die drei Beten, halten je ein Buchcite-ref-36[36] und einen Federkiel zum Schreibencite-ref-37[37] in ihren HĂ€nden. Die Inschriften nennen die Namen: Embede, Warbede und Willebede.cite-ref-38[38] Die intensiv blau-rot gefasste moderne Verglasung taucht den Kapellenraum in ein fast mystisch wirkendes DĂ€mmerlicht. Im stark erhöhten Dach der Kapelle sind die Sammlung ausgetauschten Bauschmucks und dessen AbgĂŒsse untergebracht, der Keller beherbergt die Zentralheizung des Doms. Die Kapelle dient heute hĂ€ufig als Taufkapelle des Doms oder fĂŒr Werktagsgottesdienste und hat somit weitgehend die Funktionen der alten Johanneskirche ĂŒbernommen.

Hochaltar

Der Mainzer KurfĂŒrst und FĂŒrstbischof von Worms Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg hinterließ in seinem Testament genĂŒgend Geld, um einen neuen Hochaltar bauen zu lassen. Sein Nachfolger, FĂŒrstbischof Franz Georg von Schönborn, bat seinen Bruder Friedrich, den Bischof von WĂŒrzburg, ihm den Baumeister Balthasar Neumann zur VerfĂŒgung zu stellen. Dieser schuf den neuen Hochaltar aus vergoldetem Holz und verschiedenfarbigem Marmor.

Erweiterungsbauten

Um 1300 entstand unter dem Einfluss der Straßburger MĂŒnsterbauhĂŒtte das gotische SĂŒdportal mit seinem reichen Figurenzyklus und die anschließende Nikolauskapelle. Das Tympanon ĂŒber dem Portal zeigt die Marienkrönung. HierfĂŒr wurde das alte Tympanon umgedreht, so dass Christus mit dem Buch des Lebens, begleitet von Maria, Petrus und weiteren Heiligen nun von innen der Kirche zu sehen ist. In der benachbarten gotischen Annakapelle sind weitere Reste des alten Portals, die Daniel in der Löwengrube und den Propheten Habakuk darstellen, verbaut. Zu den Portalfiguren gehört ganz oben eine gekrönte Frau, reitend auf einem Tier mit vier Köpfen, nach der Johannesoffenbarung. Rechts des Portals stehen zwei weibliche Personen, die MildtĂ€tigkeit und Glauben darstellen. Darunter eine weibliche Darstellung der Synagoge mit verbundenen Augen, rutschender Krone und zerbrochener Fahne, als Spott auf das Judentum. Daneben die Verkörperung von Hochmut und Verschwendung als höfische Dame mit Kröten und Schlangen auf dem RĂŒcken, die einem Ritter Schild und Speer reicht.cite-ref-39[39] Unter Bischof Johann von Dalberg (1482–1503) wurde der Domkreuzgang in spĂ€tgotischen Formen neu errichtet und mit Sandstein­reliefs ausgeschmĂŒckt.

Zerstörung und Wiederaufbau

Im PfĂ€lzischen Erbfolgekrieg wurde der Dom innen total zerstört. In den folgenden Jahrzehnten wurde eine neue, barocke Innenausstattung mit AltĂ€ren und ChorgestĂŒhl geschaffen. Am auffĂ€lligsten ist der Hochaltar von Balthasar Neumann, bei dem ihn der WĂŒrzburger Bildhauer Johann Wolfgang van der Auwera unterstĂŒtzte.cite-ref-arens-1964-16-2[16] Die SeitenaltĂ€re des Kurmainzer Hofstuckateurs Johann Peter JĂ€ger entstanden zwischen 1749 und 1751. In den Jahren von 1755 bis 1759 wurde das ChorgestĂŒhl von Franz Anton Hermann im Rokokostil geschaffen. Im sĂŒdlichen Querschiff befindet sich der barocke Nikolausaltar, gestiftet vom Domherrn Franz Rudolph von Hettersdorf († 1729), im nördlichen Querschiff der Ă€hnliche Walburgisaltar, gestiftet 1738 von Domvikar Martin Augsthaler. Beide bestehen aus gelbem Sandstein.

Orgeln

Hauptorgel (Klais 1985)

Die Firma Klais erbaute 1985 eine Orgel mit drei Manualen und 34 Registern als sogenannte Schwalbennestorgel, die 2007 durch die Erbauerfirma geringfĂŒgig umdisponiert und neu intoniert wurde. Das Instrument verfĂŒgt ĂŒber eine mechanische Spieltraktur, die Registertraktur ist elektrisch.

‱ Koppeln: I/II, III/II, III/I, I/P, II/P, III/P
‱ Anmerkungen:

cite-note-clairon-401. 1985: Clairon 4'.
cite-note-hintersatz-412. 1985: Hintersatz V.

Chororgel (Oberlinger 1996)

Daneben besteht eine Chororgel mit mechanischer Spiel- und Registertraktur im Stile der Chororgeln Aristide CavaillĂ©-Colls, erbaut 1996 von der Firma Oberlinger. FĂŒr die GrĂ¶ĂŸe ihrer Disposition ist diese Orgel extrem kompakt gebaut; sie kann zudem durch eine besondere von Oberlinger entwickelte Konstruktion zum Stimmen der Pfeifen ca. 50 cm von der Wand abgerĂŒckt werden. Diese kompakte Bauweise war notwendig, um fĂŒr Besucher nicht den Blick aus dem Kirchenschiff zum wertvollen Hochaltar einzuschrĂ€nken. Um die notwendige Kompaktheit zu erreichen, war eine besondere Bauweise der Windladen erforderlich. Den Entwurf lieferte der Orgelbaumeister und Architekt Wolfgang Oberlinger in enger Absprache mit der Diözesanbauabteilung und der Diözesandenkmalpflege. Die Disposition der Orgel wurde von Oberlinger in Zusammenarbeit mit dem Organisten Daniel Roth entworfen. Das Instrument wurde unter Mitarbeit von Jean-Pierre Swiderski intoniert, der ein ausgewiesener Experte fĂŒr die Klanggestaltung von Aristide CavaillĂ©-Coll ist.

‱ Koppeln: II/I, Sub II/I, Sub II/II, I/P, II/P, Sub II/P
‱ Spielhilfen: Appel-Tritte Grand Orgue, RĂ©cit und PĂ©dale

Nikolauskapelle

In der Nikolauskapelle befindet sich eine elektropneumatische Orgel von der Firma Breitmann.cite-ref-42[40]

‱ Koppeln: II/I, I/P, II/P
‱ Spielhilfen: 2 freie Kombinationen

Glocken

Vor der Zerstörung von Worms im Erbfolgekrieg im Jahre 1689 hingen in den vier DomtĂŒrmen insgesamt 16 Kirchenglocken. Im Jahre 1728 erhielt der Dom ein neues sechsstimmiges GelĂ€ut. Im Zuge der SĂ€kularisation Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Glocken konfisziert. Als der Dom zur Pfarrkirche wurde, ließ man dazu 1831 vier Glocken im SĂŒdostturm in der Schlagtonfolge h0–dis1–fis1–gis1 aufhĂ€ngen.cite-ref-glocken-landschaft-43-0[41] Sie wurden am Ende des Zweiten Weltkrieges bei dem verheerenden Bombenangriff am 21. Februar 1945 zerstört.cite-ref-g-tzen-22-5-2015-44-0[42]cite-ref-w-ner-21-2-2018-19-1[19]

Drei neue Glocken wurden 1949 von der Glockengießerei Junker (Brilon) in den Schlagtönen c1–e1–g1 aus einer Ersatzlegierung, der sogenannten „Briloner Sonderbronze“ (zinnfreie Kupfer-Silicium-Legierung) gegossen.cite-ref-45[43] Sie wurden am Ostersonntag durch den Mainzer Bischof Albert Stohr geweiht und anschließend im SĂŒdostturm aufgehĂ€ngt.cite-ref-faltblatt-46-0[44] Das verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kleine GelĂ€ut war das FĂŒnfte in Folge.cite-ref-glocken-landschaft-43-1[41]

Zum großen Dom-JubilĂ€um im Jahre 2018 wurde das bestehende GelĂ€ut von 1949 um fĂŒnf Glocken erweitert. Die bisherigen Glocken erhielten neue Klöppel. FĂŒr das neue GelĂ€ut wurde eine neue tontiefste Glocke mit dem Schlagton h0 gegossen. Die weiteren Glocken haben die Schlagtöne d1, a1, h1, d2.cite-ref-g-tzen-22-5-2015-44-1[42] Die Schlagtöne der neuen Glocken wurden auf die Glocken der umliegenden Wormser Innenstadtkirchen abgestimmt,cite-ref-faltblatt-46-1[44] insbesondere auf die Glocken der nahe gelegenen evangelischen Dreifaltigkeitskirche (a0–cis1–e1–fis1) und der evangelischen Magnuskirche (gis1–h1–cis2); durch das ZusammenlĂ€uten der Glocken soll es ein echtes „StadtgelĂ€ut“ geben.cite-ref-g-tzen-22-5-2015-44-2[42] Die neuen Glocken wurden von der Glocken- und Kunstgießerei Rincker (Sinn) gegossen und – mit einer Ausnahme – im Nordostturm untergebracht. Die Namen der neuen Glocken und ihre Inschriften wurden im Dezember 2017 vom Wormser KĂŒnstler Klaus Krier entworfen und vorgestellt.cite-ref-47[45]cite-ref-48[46] Das erste offizielle LĂ€uten, mit StadtgelĂ€ut, war am Samstag vor Pfingsten, dem 19. Mai 2018.cite-ref-49[47]

| Nr. | Name | Gussjahr | Gießer | Gewicht (kg) | Ø (mm) | Nominal (16tel) | Inschrift(en) | Turm |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Amandus und Rupert [ 48 ] | 2018 | Rincker , Sinn | 2855 | 1649 | h 0 −4 | Heiliger Amandus – Patron der Stadt Worms und Heiliger Rupert – Großer Missionar – Heilige Bischöfe von Worms – Bittet fĂŒr die Kirche und ihre Hirten | Nordost |
| 2 | Petrus und Paulus [ 49 ] | 1949 | Junker , Brilon | 2218 | 1580 | c 1 −4 | Petrus und Paulus – beschĂŒtzt die Stadt Worms | SĂŒdost |
| 3 | Heinrich und Kunigunde | 2018 | Rincker, Sinn | 1789 | 1405 | d 1 −2 | Heiliger Heinrich und Heilige Kunigunde – Herrscher des römischen Reiches und Freunde Bischof Burchards – Betet fĂŒr die, die uns regieren – um Frieden zwischen den Völkern | Nordost |
| 4 | Maria | 1949 | Junker, Brilon | 1114 | 1260 | e 1 −2 | Maria – Dein Hilf wir all begehren. | SĂŒdost |
| 5 | Bruder Konrad | 1949 | Junker, Brilon | 0 653 | 1060 | g 1 −1 | Hl. Bruder Konrad – bitte fĂŒr uns. Gestiftet von Karl KĂŒbel und Ehefrau. | SĂŒdost |
| 6 | Petrus Faber SJ | 2018 | Rincker, Sinn | 0 556 | 0 947 | a 1 −1 | Heiliger Petrus Faber SJ – KĂ€mpfer fĂŒr Versöhnung und Ökumene – „Dass alle eins seien“ – Um die Einheit der Kirche | SĂŒdost |
| 7 | Heribert | 2018 | Rincker, Sinn | 0 473 | 0 880 | h 1 −1 | Heiliger Heribert – Bischof – Kanzler – Freund der Armen – Dass wir die Armen und Schwachen nicht vergessen – Bitte fĂŒr uns | Nordost |
| 8 | Hanno von Worms | 2018 | Rincker, Sinn | 0 297 | 0 751 | d 2 +1 | Heiliger Hanno von Worms – Frommer Ordensmann und weiser Bischof – Bitte fĂŒr unsere Kranken und die Sterbenden | Nordost |

Belletristik

Der Wormser Dom in der Nibelungensage

Mit dem Königinnenstreit spielt eine SchlĂŒsselepisode aus der Nibelungensage am Portal des Wormser Doms. Die Rivalinnen BrĂŒnhild und Kriemhild streiten sich der Sage nach, welcher ihrer EhemĂ€nner rangmĂ€ĂŸig die höhere Stellung einnimmt und welche von den beiden Königinnen demzufolge als Ranghöhere zuerst den Dom betreten darf.

Das im Nibelungenlied erwÀhnte Portal befand sich auf der Nordseite des Doms und war bis zu der Zerstörung im Jahr 1689 wesentlich aufwendiger gestaltet.

In AnknĂŒpfung an den Königinnenstreit finden die Wormser Nibelungenfestspiele seit 2002 auf einer FreiluftbĂŒhne vor dem Dom statt.

Johann Nikolaus Götz

Der Anakreontiker Johann Nikolaus Götz dichtete im November 1743 „Bey Erblickung seiner Vaterstadt“:

„Mein Worms ergötzt mich schon von Ferne; Wie wird erst die EntzĂŒckung seyn, Kehr ich beym Glantz der Abendsterne In seinen Mauren jauchtzend ein?“cite-ref-52[50]

Philatelie

In den Briefmarken-Ausgaben der französischen Zone Rheinland-Pfalz wurde der Wormser Dom zwei Mal als Briefmarkenmotiv verwendet, im April 1947 fĂŒr 24 Reichspfennig und im Dezember 1948 fĂŒr 40 Pfennig. Die Kohlestift-Zeichnung hatte der litauische KĂŒnstler Vytautas Kazimieras Jonynas angefertigt. Jonynas zeichnete auch die meisten anderen Briefmarkenbilder fĂŒr die französische Zone nach Kriegsende.

Mit dem Erstausgabetag 7. Juni 2018 gab die Deutsche Post AG eine Sonderbriefmarke im Nennwert von 90 Eurocent mit dem Titel 1000 Jahr Weihe Dom zu Worms heraus. Der Entwurf stammt von den Professoren Annette le Fort und André Heers an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.cite-ref-53[51]

Aktuelles

Haus am Dom

Die Pfarrgemeinde St. Peter errichtete 2018 an der SĂŒdseite des Doms nach EntwĂŒrfen von Jörg Springer ein neues Gemeindezentrum mit CafĂ© und Kirchenladen.cite-ref-54[52] Das sogenannte Haus am Dom hat die Proportionen eines mittelalterlichen Stadthauses, doch mit einer modernen Fassadengliederung ohne Ornamentik. Das Bauvorhaben war in der Bevölkerung umstritten.cite-ref-55[53]

Der in diesem Kontext gegrĂŒndete „BĂŒrgerverein Domumfeld e. V.“ monierte insbesondere, dass der Panoramablick auf die SĂŒdseite des Domes durch den Neubau zerstört werde.cite-ref-56[54] Domgemeinde und DenkmalschĂŒtzer hingegen verwiesen darauf, dass an der Stelle des Neubaues und in Ă€hnlichen Abmessungen bis ins 19. Jahrhundert hinein der OstflĂŒgel des mittelalterlichen Kreuzganges gestanden habe, das Haus am Dom also teilweise die ursprĂŒngliche Raumwirkung des Domes zurĂŒckbringe. Die BĂŒrgerinitiative klagte in mehreren Instanzen fĂŒr ein BĂŒrgerbegehren und verlor 2015 beim Verwaltungsgericht Mainz.cite-ref-57[55] Am 3. Juli 2016 erfolgte die Grundsteinlegung.

LichtbrĂŒcke

Zum ReformationsjubilĂ€um 2017 wurde eine LichtbrĂŒcke mit sechs mehrfarbigen Hochleistungsscheinwerfern installiert.cite-ref-58[56] Im Zeitraum vom 27. Oktober bis 1. November 2017 „verband“ die LichtbrĂŒcke den Wormser Dom mit der evangelischen Lutherkirche ĂŒber eine Entfernung von etwa 1.200 Metern, von wo aus mit den gleichen Scheinwerfern zurĂŒckgestrahlt wurde.cite-ref-59[57]

Siehe auch

‱ Reinhard Hanauer († 1529), Domherr zu Worms

Literatur (Auswahl)

Nach Autoren/Herausgebern alphabetisch geordnet:

‱ Gustav Behrens: Römische Anlagen auf dem DomhĂŒgel auf Grund des Protokolls und der zeichnerischen Aufnahmen der Ausgrabungen von Ph. Brand. In: Rudolf Kautzsch: Der Dom zu Worms (= DenkmĂ€ler deutscher Kunst. Deutscher Verein fĂŒr Kunstwissenschaft). Berlin 1938, Textband S. 51–64 – Tafelband 1, Taf. 2–9, 23.
‱ Siegfried Englert: Der Dom zu Worms. Kath. Propsteipfarramt Dom St. Peter Worms, Worms, 2. Auflage 1986, 3. Auflage 1990, 39 S. (offizieller DomfĂŒhrer).
‱ Mathilde GrĂŒnewald: ArchĂ€ologie im Umfeld des Wormser Doms. In: Heimatjahrbuch fĂŒr die Stadt Worms 2020. Worms Verlag, Worms 2020, S. 95–98, ISBN 978-3-947884-20-9; Bandinhalt, Volltext (PDF; 280 KB).
‱ Walter Hotz: Die Bedeutung des Domes zu Worms. Wormser Kunst im Advent der Reformation. Zum 75. Geburtstag des Verfassers. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1987, ISBN 978-3-88462-050-2.
‱ Walter Hotz: Der Dom zu Worms. 2. Auflage, von GĂŒnther Binding neu bearbeitet und ergĂ€nzt. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, ISBN 3-534-13730-2.
‱ Rudolf Kautzsch: Der Dom zu Worms. 2 TafelbĂ€nde. Deutscher Verein fĂŒr Kunstwissenschaft, Berlin 1938; Volltext online: Tafelband 1, Tafel 1 – 71 und Tafelband 2, Tafel 72 – 171, Digitalisate der UB Heidelberg.
‱ JĂŒrgen Keddigkeit, Britta Hedtke, Matthias Untermann: Worms, St. Peter (und Paul). Domstift. In: PfĂ€lzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfĂ€lzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 5: T–Z (= BeitrĂ€ge zur pfĂ€lzischen Geschichte, Band 26.5), hrsg. von JĂŒrgen Keddigkeit, Mathias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich. Kaiserslautern 2019, S. 409–504, ISBN 978-3-927754-86-7, Inhaltsverzeichnis.
‱ Wilfried E. Keil: Die BaumeistersĂ€ule an der Ostfassade des Doms zu Worms. In: INSITU. Zeitschrift fĂŒr Architekturgeschichte 3, 2011, Heft 1, S. 5–18.
‱ Ludger Körntgen (Hrsg.): Worms 1080–2018. Dom und Stadt (= Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte. Band 150). Aschendorff, MĂŒnster 2024, ISBN 978-3-402-26638-0.
‱ Peter Kohlgraf, Tobias SchĂ€fer, Felicitas Janson (Hrsg.): Der Dom zu Worms, Krone der Stadt. Festschrift zum 1000-jĂ€hrigen WeihejubilĂ€um des Doms. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7954-3146-4.
‱ Clemens Kosch: Die romanischen Dome von Mainz, Worms und Speyer. Architektur und Liturgie im Hochmittelalter. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2401-5.
‱ Otto Schmitt: Die Nikolaus-Kapelle am Wormser Dom. Kunstgeschichtliche WĂŒrdigung zur Neueinweihung am 21. Dezember 1930. [Festschrift]. KranzbĂŒhler, Worms 1930.
‱ Eduard Sebald: Das SĂŒdportal des Wormser Doms (= Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz. Forschungsberichte, 5). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1999, ISBN 978-3-88462-155-4.
‱ Matthias Untermann, Wilfried E. Keil: Der Ostbau des Wormser Doms. Neue Beobachtungen zur Bauabfolge, Bauentwurf und Datierung. In: INSITU. Zeitschrift fĂŒr Architekturgeschichte 2, 2010, Heft 1, S. 5–20.
‱ Ferdinand Werner: Beton als Heilmittel fĂŒr die Denkmalpflege? 8.3. Der Wormser Dom. In: ders., Der lange Weg zum neuen Bauen. Band 1: Beton: 43 MĂ€nner erfinden die Zukunft. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2016, ISBN 978-3-88462-372-5, S. 285f., Inhaltsverzeichnis.
‱ Ferdinand Werner: Worms. Domansichten. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2018, ISBN 978-3-88462-383-1.
‱ Dethard von Winterfeld: Der Dom zu Worms. Fotos von Ingeborg Limmer. 4. Auflage, Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus 2003, ISBN 3-7845-5233-1.

Film

‱ Der Wormser Wunderbau – 1000 Jahre Kaiserdom. Dokumentarfilm mit Computeranimationen und Spielszenen, Deutschland, 2018, 43:30 Min., Buch: Hannes Schuler, Regie: Alexander Hogh, Sprecher: Udo Wachtveitl, Produktion: ifage Filmproduktion, ZDF, Reihe: Terra X, Erstsendung: 20. Mai 2018 beim ZDF, Inhaltsangabe beim ZDF, Video abrufbar bis zum 20. Mai 2028.

Weblinks

Commons

: Wormser Dom

– Sammlung von Bildern

‱ Dom St. Peter zu Worms
‱ Dombauverein Worms
‱ Webcams vom Dom St. Peter zu Worms
‱ Virtueller & interaktiver 360° Rundgang um/im/unter dem Wormser Dom. In: bistummainz.de
‱ 360°-Panoramen des Wormser Doms. In: Stadt Worms

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Bistum Mainz
cite-note-22. ↑ Kurt F. de Swaaf: Wormser Dom: Historiker entreißen den Steinen ihr Geheimnis. In: Spiegel Online, 19. August 2009.
cite-note-33. ↑ Mathilde GrĂŒnewald: Worms in der SpĂ€tantike. ArchĂ€ologie am Dom – Festungsbau – Grabfunde. In: Alexander Reis: Das Rhein-Main-Gebiet in der SpĂ€tantike. BeitrĂ€ge zur ArchĂ€ologie und Geschichte. Akten der Tagung in Obernburg am Main vom 12.–13. April 2018. Dr. Faustus, BĂŒchenbach 2022, ISBN 978-3-946387-39-8, S. 59–69, hier S. 59.
cite-note-44. ↑ Behrens: Römische Anlagen, S. 51–64.
cite-note-55. ↑ Behrens: Römische Anlagen, S. 63.
cite-note-66. ↑ Sebastian Ristow: FrĂŒhes Christentum im Rheinland. Die Zeugnisse der archĂ€ologischen und historischen Quellen an Rhein, Maas und Mosel (= Jahrbuch 2006 des Rheinischen Vereins fĂŒr Denkmalpflege und Landschaftsschutz). Aschendorff, MĂŒnster 2007, ISBN 978-3-402-08121-1, S. 254.
cite-note-77. ↑ Mathilde GrĂŒnewald: Die Römer in Worms. Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0479-9, S. 27 f.
cite-note-88. ↑ Den Dom sehen. (Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive). In: Portal Wormser Dom / Dompfarramt Worms, 2007.
cite-note-99. ↑ Lena Schulten und Matthias Untermann: Die Baugeschichte des Wormser Doms. Forschungsstand und neue Perspektiven. In: Der Wormsgau 34 (2018), S. 87–99.
cite-note-1010. ↑ GĂŒnther Binding: Pfalz Gelnhausen. Eine Bauuntersuchung. (= Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Literaturwissenschaft 30). Teildruck von der Dissertation an der UniversitĂ€t Bonn. H. Bouvier, Bonn 1965, DNB 450469867, S. 50, Abb. 10, siehe eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche; vgl. vollstĂ€ndige Abb. 10 in GĂŒnther Binding: FrĂŒhe staufische Steinmetzzeichen. In: Burgen und Schlösser 7, 1966, 2, S. 44–45, (PDF; 4,7 MB).
cite-note-1111. ↑ Kautzsch, Tafeln 36–41; gemeint ist wohl Rudolf Kautzsch: Der Meister der Ostteile des Doms zu Worms. In: StĂ€del-Jahrbuch, ZDB-ID 204763-9, Band 5 (1926) S. 99–114. (In Kautzsch 1938, Tafeln 36–41 werden keine Steinmetzzeichen abgebildet.)
cite-note-1212. ↑ GĂŒnther Binding: Pfalz Gelnhausen. Eine Bauuntersuchung. (= Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Literaturwissenschaft, 30). H. Bouvier, Bonn 1965, DNB 450469867, S. 50, Anm. 193, siehe eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche; Bindings Quellenangabe bezieht sich auf Rudolf Kautzsch: Der Meister der Ostteile des Doms zu Worms. In: StĂ€del-Jahrbuch, Band 5 (1926) S. 99–114; Beleg in Regesta Imperii.
cite-note-1313. ↑ RĂŒdiger Fuchs: Wurzel-Jesse-Relief im Wormser Dom. In: inschriften.net / Deutsche Inschriften Online, DI 29: Worms (1991), Nr. 316, Dom, innen, aus Kreuzgang, Jahr 1488.
cite-note-1414. ↑ Foto: Schlussstein, gestiftet von Erzbischof Hermann von Hessen. In: Deutsche Inschriften Online, 1991, DI 29, Nr. 11: Dom, innen, Jahr 1488.
cite-note-1515. ↑ Sandra Dörr: „Anno domini 1484 
“ – Grundstein des Wormser Doms gefunden. (Memento vom 24. Juli 2015 im Internet Archive). In: Wormser Zeitung, 28. Februar 2014.
cite-note-arens-1964-1616. ↑ Fritz Arens: Die Errichtung des Hochaltars im Wormser Dom. In: Der Wormsgau, Bd. 6, 1963/64, S. 25–42, (PDF; 3,4 MB).
cite-note-werner-285-1717. ↑ Werner, 2016, ISBN 978-3-88462-372-5, S. 285.
cite-note-1818. ↑ Werner, 2016, ISBN 978-3-88462-372-5, S. 286.
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49.6301666666678.3597888888889coordinatesKoordinaten: 49° 37â€Č 48,6″ N, 8° 21â€Č 35,2″ O